AfD und der Kulturbetrieb: Ein Mattusek sitzt in einer Klangbrücke

Aachen. Vergangenen Donnerstag gastierte die AfD zum dritten Mal binnen weniger Monate in einer städtisch verwalteten Kultureinrichtung. Erstmals kam es dabei zu Gegenprotesten. Vor der Klangbrücke am Bushof demonstrierten an unterschiedlichen Stellen rund 100 Menschen gegen den Abend der AfD mit dem umstrittenen und reaktionären Autor Matthias Matussek. Thema des Abends waren „Eingriffe“ im „kulturmarxistischen Sinne“ in die gesellschaftliche Entwicklung unter dem Schlagwort „Gender Mainstreaming“. Unter den Gegendemonstranten waren nicht nur Vertreter/innen aus Kreisen klassischer antifaschistischer Initiativen sondern ebenso Homosexuelle sowie Jugendliche von „Fridays für Future“.

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Zuweilen antisemitischer Wahlkampf rechtsaußen: (Extreme) Rechte und die Europawahl 2019

Region Aachen. Ähnlich wie bei den meisten anderen („etablierten“) Parteien fiel der Wahlkampf anlässlich der Europawahl 2019 auch bei Parteien rechts der Union schwächer aus, als jener vor der letzten Landtags- und Bundestagswahl. Die Wahlergebnisse blieben bei diesen Parteien zudem oft leicht hinter jenen von 2017 zurück. Gleichwohl bestätigten die Ergebnisse rechte Hotspots in der Region und machten deutlich, dass die AfD nun mancherorts über ein festes Wählerpotential verfügt.

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Urteile gegen frühere KAL-Mitglieder durch Landgericht Aachen inhaltlich bestätigt

Aachen. Rund fünf bis sechs Jahre nach Urteilen in Erster Instanz hat das Landgericht Aachen Mitte vergangener Woche die Verurteilung zweier früherer Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) in einem Berufungsverfahren bestätigt. Allerdings fand angesichts der langen Verfahrensdauer eine Abänderung bei dem Strafmaß statt. Einer der nun rechtskräftig Verurteilten war vor Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes Aachen der Neonazi-Minipartei „Die Rechte“ (DR).

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Rechte Straftaten in der Region: Entwicklungen im Jahr 2018

Region. In NRW sind die rechtsextrem motivierten Straftaten im Jahr 2018 gegenüber 2017 nahezu gleich hoch geblieben, wobei es landesweit mehr Gewalttaten als im Vorjahr gegeben hat. Diese Entwicklung ist auch im Großraum Aachen ähnlich feststellbar. Zurück gehen diese Erkenntnisse auf Antworten [1] der Landesregierung auf Anfragen der Grünen-Landtagsfraktion. Die Partei stellt dazu in einer Pressemitteilung fest: „Wie immer ist der Anteil der Körperverletzungsdelikte unter den Gewaltdelikten mit 190 Fällen sehr hoch und im Vergleich zu den 172 Fällen aus 2017 um zirka 10,5 Prozent angestiegen.“

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